Sunday, October 14, 2012

Mother nature's light shows / Lichtspiele von Mutter Natur



The electromagnetic spectrum spans some 18 or so decimal powers, which is quite an incredible number. Let’s compare that with a dust particle of 0.1 mm. Upsizing that particle to the 18th decimal power will result in a particle as big as 100 billion kilometres! As human brains are incapable of handling that number, the astronomical unit (A.U.) might help out – this is the mean distance from the Earth to the Sun. One astronomical unit equals approximately 150 million kilometers. Now, 100 billion kilometres then are some 667 A.U.s. Still, we probably cannot handle that number too well. We do know that Pluto – once the 9th planet of our solar system – has a mean distance of some 60 A.U.s to the sun, so 100 billion kilometres are roughly ten times the distance to Pluto. While a standard jumbo jet would need some 13.000 years to fly that distance (without refuelling stopovers of course!), the light only needs 3.8 days for that.
OK, I believe I am running off the track…
The electromagnetic spectrum is one interesting thing! It contains the extremely short gamma rays with wavelengths of 10 or so picometers. On the other side, there is ELF, the extremely low frequency with wavelengths of 100.000 km.
Within all that 18 decimal powers, we humans are very limited in our senses. We can see only “visible” radiation and feel infrared radiation, another word of which is warmth. The visible spectrum, light as we know of in daily life, as can be seen with the detector called “eye” covers the range from approximately 380 nm to 780 nm. How limited we humans are.
However, this blog entry will deal with the remaining 400 nm that we can see. Mother nature is providing us with extraordinary beauty. Ever since living in Good Ol’ Germany again, I enjoy watching a beautiful sunrise. Seeing the solar disk slowly crawling behind the mountains is just neat. There can be a lot of fog in our area – and sometimes we see right above the fog ceiling. The views we then get are stunning.
A couple weeks ago, I observed the last remaining Planetary Nebula in order to fulfil the requirements for the Astronomical League Planetary Nebulae Observers Club. It was one of the hardest objects ever (Sh2-216) but the sky was extremely dark and so I catched that faint object. Beside seeing one of mother nature’s dimmest objects I was rewarded with another appearance I had not expected to ever see at home – the zodiacal light.

The world we live in is wonderful – all we have to do is to open our eyes and to watch out (pun intended).

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Das elektromagnetische Spektrum erstreckt sich über ungefähr 18 Zehnerpotenzen, eine ziemlich unglaubliche Zahl. Wir vergleichen dies mal mit einem Staubkorn mit einem Durchmesser von 0,1 mm. Dieses Staubkorn um 18 Zehnerpotenzen zu vergrößern würde in einem Partikel mit einem Durchmesser von 100 Milliarden Kilometern resultieren! Da das menschliche Gehirn nicht in der Lage ist, diese Zahl gescheit handzuhaben, hilft die Astronomische Einheit (AE), das ist die mittlere Entfernung der Erde zur Sonne, vielleicht aus. Eine Astronomische Einheit entspricht etwa 150 Millionen Kilometern. Nun, 100 Milliarden Kilometer sind dann ungefähr 667 AEs. Nach wie vor können wir mit  dieser Zahl vermutlich nicht viel anfangen. Wir wissen, dass Pluto – einst der neunte Planet in unserem Sonnensystem – eine mittlere Entfernung von etwa 60 AEs zur Sonne aufweist, daher wären 100 Milliarden Kilometer grob die zehnfache Entfernung zu Pluto. Während ein Jumbojet für die Strecke etwa 13.000 Jahre benötigen würde (natürlich ohne Zwischenstops zum Auftanken), so benötigt das Licht nur 3,8 Tage dafür.
OK, ich glaube, ich schweife ab.
Das elektromagnetische Spektrum ist eine spannende Sache! Es beinhaltet extrem kurze Gammastrahlen mit Wellenlängen von um die 10 Picometern. Auf der anderen Seite gibt es die ELF (Extremely Low Frequency) mit Wellenlängen von 100.000 km.
Innerhalb dieser 18 Zehnerpotenzen sind wir Menschen mit unseren Sinnen sehr begrenzt. Wir können nur die „sichtbare“ Strahlung sehen und Infrarotstrahlung, oder mit anderen Worten Wärme, fühlen. Das sichtbare Spektrum, also Licht in der alltäglichen Bedeutung, welches wir mit dem Detektor namens „Auge“ sehen können reicht von etwa 380 nm bis 780 nm. Wie begrenzt wir Menschen doch sind.
Wie dem auch sei, dieser Blogeintrag behandelt die übrig bleibenden 400 nm die wir sehen können. Mutter Natur versorgt uns mit außergewöhnlicher Schönheit. Seit ich wieder im guten alten Deutschland wohne genieße ich es, einen schönen Sonnenaufgang anzusehen. Zu sehen wie die Sonnenscheibe hinter den Bergen langsam emporkrabbelt ist einfach toll. In unserer Gegend kann es viel Nebel geben – und manchmal befinden wir uns direkt über der Nebelgrenze. Die Ansichten die wir dann bekommen sind umwerfend.
Vor ein paar Wochen habe ich den letzten Planetarischen Nebel beobachtet um die Bedingungen zum Erlangen eines US-amerikanischen Beobachterzertifikates (Astronomical League Planetary Nebulae Observers Club) zu erfüllen. Es war eines der schwersten Objekte in meiner bisherigen Beobachterkarriere (Sh2-216), aber der Himmel war extrem dunkel und so konnte ich dieses schwache Objekt tatsächlich einfangen. Neben dem Erkennen eines der schwächsten Objekte der Mutter Natur wurde ich mit einer weiteren Erscheinung, die icch nicht erwartet hätte, belohnt – dem Zodiakallicht.

Die Welt in der wir leben ist wundervoll – alles was wir machen müssen ist unsere Augen zu öffnen und aufzupassen.

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 Pictures from top to bottom:


(1) Zodiacal light on September 15th. I stretched the image a little to enhance the zodiacal light. It was quite easy to be seen with the unaided eyes but somehow it is not that conspicuous on the picture.
(2) Sunrise as seen from our home - picture taken by Nicole
(3) Wonderful colorization of the morning clouds. When Nicole took this picture, I saw those impressive red clouds being on the way to work.
(4) Shortly before sunrise on another day - image taken by Nicole
(5) Even rain clouds can be beautiful, especially when they are illuminated by the sun
(6) Sunset behind the Lake of Constance which is 20 minutes by car from where we live
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 Bilder von oben nach unten:

(1) Zodiakallicht am 15. September. Ich musste das Bild ein wenig stretchen um das Zodiakallicht besser sichtbar zu machen. Mit den unbewaffneten Augen war es recht einfach zu sehen aber irgendwie kam es auf dem Bild nicht so auffällig heraus.
(2) Sonnenaufgang wie wir ihn von unserem Zuhause aus sehen - Bild wurde von Nicole gemacht
(3) Wundervolle Farbgebung der Morgenbewölkung. Als Nicole dieses Bild aufnahm sah ich diese imposanten Wolken auf dem Arbeitsweg
(4) Kurv vor Sonnenaufgang an einem anderen Tag - Bild aufgenommen von Nicole
(5) Sogar Regenwolken sind schön, besonders, wenn die von der Sonne angeschienen werden
(6) Sonnenuntergang hinter dem Bodensee welcher von unserem Zuhause 20 Autominuten entfernt ist
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Sunday, September 16, 2012

Winter Omen / Vorboten des Winters

Calendarwise it is still summer, however, nature tells another story. While the summer constellations are slowly but definitely vanishing and autumn one's are gaining ground, our weather obviously wants to omit autumn and switch directly to winter. A couple days ago, temperatures dropped to 3°C (37 F) at our location in the Fore-Alps. While we (750m above sea level / approx. 2500 ft) had lots of rain, it was actually snowing on the mountains we see in the south. The next day we had beautiful sunshine, so I took the camera to a lookout place in Austria and experimented a little. I found that the polarization filter performed best. However, the orange gradual filter also showed some nice effect.
Meanwhile, the snow has melted but another cold front is expected to arrive in a few days.
Looks, like we could get lots of snow this season.

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Kalendertechnisch gesehen ist es nach wie vor Sommer. Wie dem auch sei, die Natur erzählt eine andere Geschichte. Während die Sommersternbilder langsam aber sicher verschwinden und die Herbststernbilder auf dem Vormarsch sind, möchte unser Wetter offensichtlich den Herbst auslassen und gleich zum Winter übergehen. Vor ein paar Tagen fielen die Temperaturen auf 3°C an unserem Wohnort in den Voralpen. Während wir (auf etwa 750m Seehöhe) viel Regen hatten, hat es auf den Bergen, welche wir im Süden sehen, tatsächlich geschneit. Einen Tag später hatten wir wunderschönes Wetter, also nahm ich die Kamera zu einem schönen Aussichtsplatz in Österreich mit und experimentierte ein wenig. Meiner Meinung nach funktionierte der Polfilter am besten. Allerdings zeigte der orange Verlaufsfilter auch einen netten Effekt.
Zwischenzeitlich ist der ganze Schnee schon wieder geschmolzen, aber eine neue Kaltfront wird für die nächsten Tage erwartet. Es sieht so aus, als könnten wir diese Saison viel Schnee bekommen.

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Pictures from top to bottom:

(1) Alps looking to the east from a lookout place close to Langen / Austria; 50mm, orange gradual filter

(2) Same direction, 85mm, polarization filter

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Bilder von oben nach unten:

(1) Alpen in Richtung Osten von einem Aussichtspunkt nahe Langen / Österreich; 50mm, oranger Grauverlaufsfilter

(2) Gleiche Richtung, 85mm, Polfilter

Sunday, September 2, 2012

NGC 6765

In his recent blog-entry, Frank, a longtime friend of mine, presents NGC 6765, a planetary nebula (PN) in Lyra. Yes, you have heard right: Lyra. There is more to see than M57. I still wonder why people are satisfied by observing (I should better say: stop by) the four Messier PNs.
Frank has observed more than 200 PNs so far and is quite an inspiration to me.
I thought it might be of interest to some of my blog readers to see my sketch of that object. So, here it is. I uploaded the original sketch I made. Most of the German-speaking entries probably are easy to understand, the description reads as follows:
 "elongated in North-South, center a little brighter, no central star (a star blinked twice?), diffuse, medium in brightness, seen as extended nebula at 94x, little response to filters, marked nebula in sketch are stars"

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 In seinem neuesten Blogeintrag präsentiert Frank, ein langjähriger Freund von mir, NGC 6765, einen planetarischen Nebel (PN) in der Leier. Ja, richtig gehört: leier. Es gibt dort mehr zu sehen als M57. Ich frage mich immer noch, wieso sich Leute damit zufrieden geben, die vier Messier PNs zu beobachten (oder sollte ich besser sagen: vorbeischauen). Frank hat schon mehr als 200 PNs beobachtet und ist eine Quelle der Inspiration für mich.
Ich dachte, es mag von Interesse für meine Blogleser sein, meine Zeichnung dieses Objektes zu sehen. So, hier ist sie. Ich habe meine Originalzeichnung hochgeladen.

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Monday, June 18, 2012

A successful day / Ein erfolgreicher Tag

What a successful day for us!


Recently, I came across two nice websites. One of them is the counterpart of the astronomical picture of the day, called the astronomical sketch of the day or just ASOD. On this site you can find a whole lot of beautiful sketches. If you thought there are no people that observe visually but only astrophotographers left in the world, well, then you were wrong. A lot of stunning sketches can be found on www.asod.info and it is well worth a visit a day! Shortly ago, I submitted a sketch of M31 and its companions M32 and M110 and was thrilled to see that it was published today. You will find the same drawing underneath this blog entry and with the text that was also published.

Another nice website is the German-speaking “Weather photo of the day”. Here, lots of nice images related to weather, sunsets and sunrises are published. Actually, I found this website accidentally when trying to send pictures of a weird weather phenomenon that was seen in Switzerland to a group within Germany’s biggest astronomical club that concentrates on that topic. Again, I submitted an image that was taken by Nicole and me and which shows the sunset behind a Giant Saguaro. This image is also attached to the end of this blog entry. You can find the Weather Photo of the Day under http://dailysky.yakohl.com/index.php?l=en (English version). Our photo was also published today.

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Was für ein erfolgreicher Tag für uns!

Vor kurzem stieß ich auf zwei nette Webseiten. Eine ist das Gegenstück zum Astrofoto des Tages und nennt sich Astrozeichnung des Tages oder kurz ASOD (Akronym für die englischen Worte Astronomical Sketch Of the Day). Auf dieser Seite kann man viele hübsche Zeichnungen finden. Wer dachte es gäbe keine Menschen mehr, die visuell beobachten, sondern nur noch Astrophotographen in der Welt, nun, der hat sich geirrt. Viele umwerfende Zeichnungen können unter www.asod.info gefunden werden. Diese Seite ist es wert, täglich angeschaut zu werden.

Vor kurzem habe ich eine Zeichnung von M31 mit seinem Begleitern M32 und M110 eingereicht und habe mich wahnsinnig gefreut zu sehen, dass diese heute veröffentlicht wurde. Man kann diese Zeichnung unterhalb dieses Blogeintrages mit dem ebenfalls veröffentlichten Text sehen.

Eine weitere Webseite ist die deutschsprachige Seite „Wetterfoto des Tages“. Hier werden viele tolle Bilder veröffentlicht, die sich mit Wetter, Sonnenauf- oder –untergänge befassen. Eigentlich fand ich dieses Seite zufällig als ich versuchte Bilder eines seltsamen Wetterphänomens, das man in der Schweiz gesehen hat, zu einer Gruppe innerhalb Deutschlands größten Astronomievereins zu schi-cken, die sich mit sowas befasst. Hier reichte ich ein Bild ein, welches Nicole und ich aufgenommen haben und den Sonnenuntergang hinter einem Giant Saguaro (Kandelaberkaktus) zeigt. Dieses Bild findet sich ebenfalls im Anschluß an diesen Blogeintrag. Man kann das Wetterfoto des Tages unter http://dailysky.yakohl.com/de/index.php finden. Unser Foto wurde ebenfalls heute veröffentlicht.

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I sketched all 110 Messier objects when I was a visiting scholar at the University of Arizona in Tucson back in 2010. Sketching M31 with a 16” under dark skies means just a whole lot of work… However, despite the fact that this sketch required some 10 or so hours at the tele-scope spread over seven nights and some more hours to get in a vivid form, it is not the M-object that took me longest (this actually was M24).

Most interesting to me is the observable asymmetry of M31 and the tilted core. Pretty often, M31 is said to be disappointing. Well, when sky conditions are good, it is not!

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Ich habe alle 110 Messierobjekte gezeichnet als ich 2010 als Gastwissenschaftler an der University of Arizona in Tucson war. M31 mit einem 16“er unter dunklem Himmel zu zeichnen bedeutet einfach nur eine Menge Arbeit… Wie dem auch sei, trotz der Tatsache, dass ich für diese Zeichnung etwa 10 Stunden verteilt über sieben Nächte am Teleskop verbracht habe und einige weitere benötigt habe, um sie in eine ansehnliche Form zu bringen, ist es nicht das Messierobjekt, für welches ich am längsten gebraucht habe (das ist tatsächlich M24).

Am interessantesten für mich ist die beobachtbare Asymmetrie von M31 und der verdrehte Kern. Sehr oft sagt man, M31 sei enttäuschend. Nun, wenn die Himmelsbedingungen gut sind ist dem nicht so!

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On this picture one can see a sunset in the famous Saguaro National Park east of Tucson in Arizona, USA. The sun sets behind a Giant Saguaro. Saguaros are cacti that can grow up to 15 m and have a weight of several tons. The blossoms of that cactus can be seen on this image – they are the so-called State Blossom of Arizona. While such cacti appear formidable to us, several birds are not afraid of picking holes into the cacti in order to breed.

When we were visiting Arizona this year, several brush fires were apparent, so the sky was heavily polluted by ash and soot particles. A nice side-effect of that were colorful sunsets which could be imaged without using filters. The photo shown here is a 1/500 s exposure at 55mm focal length and f/5.6. We handheld the camera behind a 16x70 binoculars to increase the magnification by afocal projection. We estimate the effective focal length to be around 900mm. It took us several sunsets to find a suitable cactus in the right distance and size to take an image that we were looking for. The picture was taken on May 24th, 2012 using a Canon Digital Rebel XS.

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Bei unserem diesjährigen Besuch in Arizona waren einige Buschfeuer vorhanden, daher war der Himmel sehr stark mit Asche- und Rußpartikeln verschmutzt. Der schöne Nebeneffekt davon waren sehr farbenfrohe Sonnenuntergänge bei denen man gut auf Filter verzichten konnte.

Das vorliegende Foto wurde mit 55mm Brennweite bei Blende 5.6 1/500 s lang belichtet. Dabei wurde die Kamera freihand hinter ein 16x70 Fernglas gehalten, das für eine starke Vergrößerung in afokaler Projektion gesorgt hat. Die effektive Brennweite schätzen wir auf grob 900mm.

Wir haben mehrere Sonnenuntergänge benötigt, um einen geeigneten Kaktus in hinreichender Entfernung und passender Größe zu finden und alles so hinzubekommen, wie wir uns das vor-gestellt hatten. - Das Bild wurde aufgenommen am 24.5.2012 mit einer Canon Digital Rebel XS .

Thursday, June 7, 2012

From Hopi Point to Hope Point / Vom Hopi Punkt zum Hoffnungs-Punkt

Two weeks ago, Nicole and I sweated in Arizona when temperatures rose to around 40°C. At the famous sunset point at the Grand Canyon, called the Hopi Point, we had the pleasure of observing the annular solar eclipse. Now, back in Europe, we hoped to be able to witness the Venus transit - the last one in our lives.
Weather forecasts did not make us happy, though. Predictions were for overcast and even some rain in our area and within about 200 km. Meteorologists only gave a slight chance for Davos and Engadin in Switzerland. Engadin is the only National Park in Switzerland - for sure a nice place - but we chose Davos as Nicole has spent a couple weeks in Davos about 9 years ago and fell in love with it. So, we gave it a try and packed our observing stuff (telescope, cameras, binoculars, solar filters etc.). Davos is a two hour drive from our home and worldwide known for hosting the G8 summit - a beautiful spot in the mountains and hence an extremely expensive place to live (we actually found an offer to buy a 80m² (860 sq ft) apartment for inexpensive 1.7 million Swiss Francs (1.4 million euros or 1.8 million dollars)).
Nicole and I agreed upon not moving to Davos...
However, we found a nice and affordable place to stay over night. The evening before the Venus transit actually did not look too bad. There were clouds but also clear areas in the sky. But when we stood up around 4 am in the next morning, we found a complete overcast sky. For a moment I started speculating whether it was wiser to just let the Venus transit go and get back to bed. Well, those of you who know me already know the answer: Of course I did not go back to bed. So, Nicole and I drove for a while to see if there was a blue spot on the sky that could have made our day. An hour or so passed when I started resigning. Nicole suggested to go a little uphill on the Flüela-Pass. When we reached the top (approx. 2400 m above sea level) we stopped. It was pretty cold - actually, up there is still a lot of snow and we could see somebody who went uphill on skis.
I set up the binoculars around 6 am even though I could not see anything but clouds. There were some spots that became brighter but soon they would fade again. Time went by. Sunset was around 5:20 am and the end of the transit was supposed to happen around 6:55 am. Nicole preferred to stay in the car since it was kind of cold and I stood outside at the binoculars hoping for a miracle to happen. Half an hour or so later, I again started resigning. Suddenly, Nicole came over and asked me if I had seen the break in the clouds showing up in the west.
I have not but we both realized that this break could make our day. Clouds were moving eastwards - the direction the sun was at - so there was a potential chance of being able to see the transit. However, the transit was close to its end, so the clouds would have to move really quick.
After 10 minutes, the break in the clouds was close to the sun. We were so lucky: We could see the sun and Venus in the 16x70 glasses. Nicole could even perceive Venus with her solar eclipse glasses. I tried to, but was too distracted by clouds that moved in front of the sun every now and then. Beside Venus we could also observe sun spots. Venus already made contact with the rim of the sun, so there were only a couple minutes left for us to grasp this seldom happening. Nicole started taking images with an 85mm lens even though the conditions were not the best. Unfortunaly, the cloud gap was not so big as to allow us to see the fourth contact. About two minutes prior to this contact clouds again covered the sun.
I am still shivering when I think of those moments. We probably were the most lucky persons in Switzerland. Even though we could not see the complete transit we did see it partially. Back home I learned that my colleagues from the local astronomy club were not lucky. They were overcast and actually had to deal with rain.

So, that's it. I have not planned on participating the cloud gap chase in 2117.

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Vor zwei Wochen schwitzten Nicole und ich in Arizona bei Temperaturen um 40°C. Am bekanntnen Sonnenuntergangspunkt am Grand Canyon, der sogenannte Hopi Point, hatten wir das Vergnügen die ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten. Nun, zurück in Europa, hatten wir gehofft, den Venustransit verfolgen zu können - der letzte in unserem Leben.
Die Wettervorhersagen stimmten uns allerdings nicht fröhlich. Die Vorhersage lautete auf bedecktem Himmel und sogar etwas Regen in unserer Ecke und innerhalb von 200 km. Meteorologen gaben eine kleine Aussicht auf Erfolg in Davos und im Engadin. Der Engadin ist der einzige Nationalpark in der Schweiz - sicher ein schöner Platz - aber wir haben uns für Davos entschieden, da Nicole vor etwa 9 Jahren mehrere Wochen in diesem Ort verbracht hat und ihn liebt. Also haben wir es versucht und unsere Beobachtungssachen (Teleskop, Kameras, Feldstecher, Sonnenfilter etc.) gepackt. Davos ist zwei Autostunden von unserem Zuhause gelegen und weltweit bekannt als Gastgeber des G8-Gipfels - es ist eine hübsche Stelle in den Bergen und daher ein extrem teurer Ort zum leben (wir fanden ein Kaufangebot für eine 80m²-Wohnung für erschwingliche 1,7 Millionen Schweizer Franken (1,4 Millionen Euro)).
Nicole und ich haben uns darauf geeinigt, nicht nach Davos zu ziehen...
Wie dem auch sei, wir haben einen bezahlbaren Platz zum Übernachten gefunden. Der Abend vor dem Venustranist sah eigentlich gar nicht so schlecht aus. Es gab Wolken aber auch klare Stellen am Himmel. Als wir aber am nächsten Morgen um 4 Uhr aufstanden, fanden wir einen komplett bedeckten Himmel vor. Für einen Moment kam ich ins Grübeln und fragte mich, ob es weiser wäre, den Venustransit einfach gehen zu lassen und zum Bett zurückzukehren. Nunja, diejenigen, die mich kennen, wissen schon die Antwort: Natürlich ging ich nicht zurück ins Bett. Nicole und ich fuhren also eine Zeit lang umher um eine blaue Stelle am Himmel zu finden, die unseren Tag retten könnte. Nach etwa einer Stunde fing ich an zu resignieren. Nicole schlug vor etwas bergauf auf dem Flüelapass zu fahren. Als wir die Passhöhe (ca. 2400 m ü. NN) erreichten hielten wir an. Es war ziemlich kalt - um genau zu sein lag sogar noch viel Schnee und wir konnten jemanden sehen, der auf Skiern bergauf ging. Gegen 6 Uhr baute ich das Fernglas auf obwohl ich nichts sehen konnte außer Wolken. Es gab ein paar Stellen die heller wurden aber sich bald wieder abschwächten. Der Sonnenaufgang war gegen 5:20 Uhr und das Ende des Venustransits sollte um 6:55 Uhr eintreten. Nicole zog es vor, im Auto zu bleiben, da es irgendwie kalt war und ich stand draußen beim Fernglas in der Hoffnung auf ein kleines Wunder. Nach einer halben Stunde fing ich wieder an zu resignieren. Plötzlich kam Nicole vorbei und fragte mich, ob ich die Wolkenlücke schon gesehen hätte, die im Westen hereinkam. Ich hatte sie nicht gesehen aber wir haben schnell erkannt, daß uns diese Lücke den Tag retten könnte. Die Wolken zogen nach Osten - in die Richtung, in der die Sonne stand - also gab es eine potentielle Chance, den Transit sehen zu können. Wie dem auch sei, der Transit war schon nahe am Ende - also mussten sich die Wolken wirklich schnell bewegen.
Nach 10 Minuten war die Wolkenlücke nahe bei der Sonne. Wir hatten extremes Glück: Wir konnten die Sonne und die Venus im 16x70 Fernglas sehen. Nicole konnte die Venus sogar mit der SoFi-Brille erkennen. Ich habe das auch versucht, wurde aber durch die vor der Sonne noch langlaufenden Wolken gestört. Neben der Venus konnten wir auch einige Sonnenflecken beobachten. Venus hatte schon mit dem Sonnenrand Kontakt, also blieben uns nur noch wenige Minuten, dieses seltene Ereignis zu erfassen. Nicole begann Bilder mit einem 85mm-Objektiv aufzunehmen obwohl die Bedingungen nicht die besten waren. Leider war die Wolkenlücke nicht groß genug um die Beobachtung des 4. Kontakts zu gestatten. Ungefähr zwei Minuten vor diesem Kontakt versteckten die Wolken die Sonne wieder.
Ich zittere immer noch wenn ich an diese Momente denke. Wahrscheinlich waren wir die größten Glückspilze in der Schweiz. Auch wenn wir nicht den kompletten Venustransit sehen konnten, so konnten wir wenigstens einen Teil davon verfolgen. Zuhause angekommen bekam ich mit, daß meine Kollegen vom lokalen Astronomieclub kein Glück hatten. Sie hatten bedeckten Himmel und mussten sogar mit Regen klarkommen.

Das war es also. Ich habe nicht geplant, an der Wolkenlückenjagd im Jahre 2117 teilzunehmen.

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The images show Venus in front of the sun. On the second image one can actually see some sunspots.


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Die Bilder zeigen Venus vor der Sonne. Auf dem zweiten Bild kann man sogar mehrere Sonnenflecken sehen.

Monday, May 28, 2012

Prime time at Hopi Point / Hopi Point zur besten Sendezeit

The main reason for the kind of out-of-season of our return visit to Arizona was the annular eclipse which could be seen at the Grand Canyon (as well as at other places in the United States along a line reaching from California to Texas). Unbelievably, I have made some plannings for our USA-journey but not determined a suitable location for observing the eclipse until about two hours before the beginning of the partiality. Nicole convinced me to go to the famous sunset point at the south rim of the Grand Canyon, better known as Hopi point. At a world-famous spot and bearing in mind that all media were reporting continuously about the eclipse, I expected a huge crowd at this spot and feared that we would no see the sun but only heads in front. Happily, I was wrong. Even though there might have been a couple hundred people at Hopi Point, we found a nice spot that still was unoccupied and set up a pair of binoculars and two cameras, all of which of course had been equipped with a Baader solar filter previously.
Prepared like that, the eclipse started soon. With the 16x70 glasses, I could see the first contact earlier than our neighbors that only had sun eclipse filters for their eyes and some DSLR lenses.

Witnessing the eclipse from the first second until sunset with the Grand Canyon in the foreground was just an incredible experience. One could easily recognize the falling temperature close to the maximum eclipse. I have had the pleasure of observing an annular solar eclipse in 2005 in Spain and remembered some strange shadows close to maximum. Again, I looked at the shadows of my fingers and saw those surreal patterns.
It is hard to believe, how fast a few minutes of annularity can pass by. The first and last seconds right before and after the first and the third contact were the most thrilling part of the entire eclipse. However, the sunset with a still partially eclipsed sun was also nice to see.
There are times in life when you wish you could just turn back time - the eclipse was one of these, for sure.

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Der Hauptgrund für unsere Reise nach Arizona war die ringförmige Sonnenfinsternis, welche vom Grand Canyon aus gesehen werden konnte (neben anderen Plätzen in den Vereinigten Staaten entlang einer Linie von California bis Texas). Unglaublich aber wahr: Zwar habe ich einige Planungen für die USA-Reise gemacht, nicht jedoch bis zwei Stunden vor Beginn der Partialität einen geeigneten Ort zum Anschauen der Finsternis ermittelt. Nicole hat mich überzeugt, zum berühmten Sonnenuntergangspunkt am Grand Canyon, besser bekannt als der Hopi Point, zu gehen. An einem weltbekannten Ort und im Hinterkopf behaltend daß alle Medien kontinuierlich über die Finsternis berichtet haben, erwartete ich eine riesige Menschenmenge an diesem Platz und befürchtete, daß wir die Sonne vor lauter Köpfen nicht würden sehen können. Glücklicherweise lag ich falsch. Obwohl mehrere hundert Leute am Hopi Point gewesen waren, haben wir einen netten unbelegten Platz gefunden und bauten ein Fernglas und zwei Kameras auf. Alle Optiken wurden natürlich mit einer Baader Sonnenfilterfolie ausgestattet.
Auf diese Weise vorbereitet, begann die Finsternis bald. Mit dem 16x70 Fernglas konnte ich den ersten Kontakt früher sehen als unsere Nachbarn die nur über Sonnenfilterbrillen für ihre Augen und ein paar DSLR Objektiven verfügten.

Zeuge von der ersten Sekunde der Finsternis bis zum Sonnenuntergang mit dem Grand Canyon im Vordergrund zu sein war eine unglaubliche Erfahrung. Man konnte leicht den Temperaturrückgang in der Nähe der maximalen Verfinsterung bemerken. Ich hatte schon das Vergnügen, eine ringförmige Finsternis im Jahre 2005 von Spanien aus zu beobachten und erinnerte mich an seltsame Schattenwürfe nahe des Maximums. Wieder schaute ich auf die Schatten meiner Finger und sah diese surrealen Muster.

Es ist schwer zu glauben, wie schnell ein paar Minuten Ringförmigkeit vorbei gehen können. Die ersten und letzten Sekunden direkt vor und nach dem ersten und dritten Kontakt waren die aufregendsten der gesamten Finsternis. Wie dem auch sei, der Sonnenuntergang mit der immer noch teilweise verfinsterten Sonne war ebenfalls nett anzusehen.
Es gibt Zeiten im Leben, in denen man sich wünscht, man könnte einfach die Zeit zurück drehen - die Finsternis war sicherlich eine davon.

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The pictures show different stages of the annular solar eclipse as seen at Hopi Point, Grand Canyon, AZ. All of them were taken with an astromodified Canon Digitel Rebel XS and handheld behind the 16x70 glasses using the 18-55 lens at 55mm. Except for the last image, all shots were taken using a Baader solar filter. Different colors are caused by different white balancing settings (closest to the visual appearance are the whitish images - however, the redder ones are more appealing).

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Die Bilder zeigen verschiedene Stadien der ringförmigen Sonnenfinsternis, wie man sie am Hopi Point, Grand Canyon, AZ, sehen konnte. Sie wurden alle mit einer astromodifizierten Canon Digital Rebel XS (Canon 1000D) handgehalten hinter dem 16x70 Fernglas ausgenommen mit dem 18-55 Obketiv bei 55mm. Außer dem letzten Bild wurden alle Bilder durch ein Baader Sonnenfilter aufgenommen. Verschiedene Farben liegen in unterschiedlichen Einstellungen für den Weißabgleich begründet (dem visuellen Erscheinungsbild am nächsten kommen die weißen Bilder - allerdings sind die röteren ansprechender).

Sunday, May 13, 2012

Above the clouds / Über den Wolken

Nicole and I safely arrived in Tucson, AZ and were welcomed by fantastic weather. Already are close to 100F at day, nighttime temperatures are somewhere close to 70F. That brings back memories.
We have had two very pleasant flight with virtually no turbulences and extremely smooth landings. There were just some strange maneuvers in the aircraft taking us to Tucson Airport. We think, the pilot just wanted to show us, what his "dinosaur plane" still is capable of.
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Nicole und ich sind sicher in Tucson, AZ, gelandet und wurden von fantastischem Wetter begrüßt. Tagestemperaturen sind schon nahe an den 38°C, in der Nacht haben wir knapp 20°C. Das weckt Erinnerungen. Wir hatten zwei sehr ruhige Flüge mit praktisch keinen Turbulenzen und extrem weichen Landungen. Es gab nur ein paar seltsame Manöver in dem Fluggerät, welches uns nach Tucson gebracht hat. Wir denken, daß der Pilot uns nur zeigen wollte, was sein "Dinosaurierflieger" noch alles leisten kann.
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